Preisdumping bei Airlines: Darum gehen so viele Fluganbieter Insolvenz


Nach der Meldung der Pleite des Reiseveranstalters Thomas Cook zeigten sich viele Reisende schockiert. Wie kann es sein, dass solch eine große Fluganbieterfirma einfach so Insolvenz gehen kann? Die Reisenden haben kein Verständnis dafür gezeigt und waren zudem sehr verärgert darüber, dass sie überall auf der Welt gestrandet waren. Zum Teil gab es nicht einmal Ersatz für die Kosten. Nun stellt sich natürlich die berechtigte Frage, wie eine große Fluganbieterfirma pleite gehen kann. Natürlich tragen dazu immer diverse Faktoren bei. Niemand geht über Nacht pleite, doch gerade in der Branche der Fluganbieter hat das Preisdumping wesentlich damit zu tun, dass viele Airlines mittlerweile gegen ihre Pleite ankämpfen müssen.

Preisdumping macht Airlines kaputt

Was vielen Flugpassagieren gar nicht klar ist: Die Airlines verdienen an den Flügen meist nicht viel Geld. Das liegt vor allem daran, dass die Ticketpreise in der heutigen Zeit so günstig sind, dass sie kaum oder gar nicht die Kosten decken. Umso wichtiger sind die Zusatzeinnahmen der Airlines wie etwa durch den Verkauf von Waren. Das Preisdumping kommt vor allem dadurch zustande, dass die Menschen natürlich so preiswert wie nur möglich fliegen wollen. Darum suchen sie meistens im Internet nach den günstigsten Angeboten. Dadurch sind die Airlines quasi dazu gezwungen, Dumpingpreise anzubieten, an denen sie nichts mehr verdienen können. Doch tun sie dies nicht, buchen die Menschen bei den anderen Anbietern. Dies gilt es natürlich zu verhindern. Darum müssen die Airlines bei dem Preisdumping mitmachen. Dass sie sich damit langfristig selbst schaden ist zwar kein Geheimnis, doch würden sie die Preise für die Tickets erhöhen, würde die Kundschaft ausbleiben.

Mit dem Flugzeug günstig quer durch Deutschland

Heute ist man in der Lage, per Flug sehr preiswert über ganz Deutschland hinweg zu fliegen. Dies ist oftmals so günstig, dass selbst die Fahrt mit der Bahn teurer wäre. Darum nutzen viele Menschen auch für Inlandflüge günstige Angebote der Airlines. Das man damit auch der Umwelt schadet, soll an dieser Stelle erst einmal Nebensache sein, doch natürlich ist der Fall. Das Reisen mit dem Flugzeug geht schnell und ist günstig. Daher steigen viele Kunden auf die Dumpingpreise der Airlines ein. Jedoch hat man als Kunde die Chance, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Keine Dumpingpreise zahlen!

Wer verhindern will, dass diese Spirale weiter führt, der sollte sich ersthaft Gedanken darüber machen, ob man diese Dumpingpreise zahlen will. Denn man kann auch zu fairen Preisen immer noch preiswert reisen und damit den Airlines etwas Gutes tun. Doch solange die Menschen beim Reisen nur auf die Preise achten und alles andere nicht beachten, dürften auch in der Zukunft so manche Airlines vor großen Problemen in finanzieller Hinsicht stehen. Thomas Cook war schließlich nicht der erste Anbieter, der diesem Schicksal entgegengetreten ist. Auch in der Zukunft wird es in der Reisebranche günstige Preise geben und wer dafür sorgen möchte, dass die Airlines ihre Dienste weiter anbieten können, sollte sich genau überlegen, welches Angebot man wahrnimmt. Jedoch liegt es auch an den Airlines, ihre eigene Zukunft zu gestalten.