Die Niagarafälle – ein spektakuläres Naturwunder


Die Niagarafälle erfreuen sich großer Berühmtheit. Jährlich reisen über 14 Millionen Touristen an, um dieses Naturwunder einmal aus nächster Nähe zu bestaunen. Besonders bei Hochzeitspaaren sind die Niagarafälle beliebt. Es heißt, sie seien von einem mystisch-romantischen Zauber umgeben. Kein Wunder also, dass die berühmten Wasserfälle bereits mehrfach als Filmkulisse dienten. Doch wie genau sind die Niagarafälle entstanden? Und was macht sie so besonders? Darüber soll der folgende Artikel Aufschluss geben.

Wo befinden sich die Niagarafälle?

Die Niagarafälle zählen zu den größten Wasserfällen der Erde. Der Niagara-Fluss, der den Ontariosee und den Eriesee verbindet, stürzt über drei Fälle in die Tiefe. Bei den drei Fällen handelt es sich um den American Falls, den Breidal Veils und den Horseshoe Falls. Sie befinden sich allesamt an der internationalen Grenze zwischen den USA und Kanada.

Wie entstanden die Niagarafälle?

Die Entstehungsgeschichte der Niagarafälle reicht weit zurück. Sie findet ihren Ursprung vor rund 12.000 Jahren, am Ende der letzten Eiszeit. Damals entstanden die sogenannten „Great Lakes“. Diese fünf unterschiedlich großen Seen bildeten ein umfangreiches Süßwassersystem. Der Niagarafluss entstand als Überlauf zwischen Erie- und Ontariosee. Durch die Besonderheit des Gesteins und die rasante Fließgeschwindigkeit des Flusses entstanden die Niagarafälle.

Beeindruckende Zahlen und Fakten

Der Niagarafluss weist eine Länge von 57 Kilometern auf, was vergleichsweise gering ist. Dennoch zählt er zu den wasserreichsten Flüssen der Erde. Der Niagarafluss entwässert vier große Seen: den Lake Superior, den Lake Michigan, den Lake Huron und den Lake Erie in den Lake Ontario. Von dort aus fließen die gewaltigen Wassermassen über den St. Lorenz-Strom in den Atlantik. Rund 21 Milliarden Liter Wasser fließen stündlich über die Niagarafälle, allerdings wird die Hälfte der Wassermenge oberhalb der Fälle für die Stromerzeugung abgefangen. Durch die Entnahme von großen Wassermengen zwecks Energiegewinnung wurde die Wucht des stürzenden Wassers gemildert. In früheren Zeiten betrug die Erosion im weichen Gestein der Fälle etwa 1,8 Meter pro Jahr. Dieser Wert hat sich inzwischen deutlich verringert. Eine weitere erwähnenswerte Besonderheit weist der Horseshoe Fall auf. Er reicht beeindruckende 52 Meter in die Tiefe. Damit ist der Horseshoe Fall genauso tief wie die Steilwände der Niagaraschlucht hoch sind.

Besondere Erlebnismöglichkeiten

Wer die Niagarafälle nicht nur bestaunen und fotografieren möchte, dem stehen sämtliche Optionen zur Auswahl. Bei Abenteurern ist die Seilrutsche besonders beliebt. In 67 Metern Höhe geht es hinab in die Niagaraschlucht. Wer einen Adrenalinschub der besonderen Art sucht, kommt bei diesem Erlebnis definitiv auf seine Kosten.