Interview mit Stephanie Pinkowsky


Wir hatten die Gelegenheit, die Autorin Stephanie Pinkowsky zu interviewen. In diesem Interview spricht die Autorin, welche derzeit in Hamburg lebt und arbeitet, über die Stadt Lübeck, welche in ihrem Buch Schicksalsfäden vorkommt und ihre Erfahrungen in der Stadt.

Stephanie Pinkowsky tritt bald auch auf der Bühne auf. In einem Projekt von Autor Dominic Böhm wird sie sich dem Impro-Comedy zuwenden und neue Wege gehen. Gemeinsam mit Autor Dominic Böhm und anderen Künstlern kann man sie also bald live erleben.

In Ihrem Buch Schicksalsfäden haben Sie die Stadt Lübeck zum Thema gemacht. Was verbindet Sie mit dieser Stadt?

Meine Großmutter hat früher in Lübeck gelebt, ich selbst habe die Stadt und die umliegenden Ostseeorte oft besucht. Da ich in der Nähe von Ratzeburg zur Schule gegangen bin, lag es nahe, Ausflüge nach Lübeck zu unternehmen oder zum Einkaufen dorthin zu fahren. Ich finde, Lübeck ist eine besonders schöne Stadt mit einzigartigem Flair. Schon lange hatte ich geplant, einen Roman zu schreiben, der dort spielt. Mit meinem Werk „Schicksalsfäden“ habe ich dieses Vorhaben umgesetzt.

Wie wird die Stadt Lübeck in Ihrem Buch eingebaut?

Meine Hauptprotagonistin Marleen lebt seit Geburt an in Lübeck. Sie wächst dort auf, geht dort zur Schule und kennt ruhige Lieblingsplätze, an denen sie Inspirationen für ihre Geschichten sammelt. Sie ist nämlich Schriftstellerin mit Leib und Seele, ich habe ihr einen Teil meines Wesens und meiner Geschichte eingehaucht. Kennzeichnend ist auch, dass meine Protagonistin sehr heimatverwurzelt ist. Sie reist zwar gerne, zieht jedoch nie aus ihrer Heimstadt fort. Lübeck ist so etwas wie Marleens sicherer Hafen, an den sie immer wieder zurückkehrt.

Gibt es spezielle Sehenswürdigkeiten oder Orte, die Sie gerne in Lübeck besuchen?

Ich persönlich liebe den historischen Lübecker Weihnachtsmarkt, welcher auch in „Schicksalsfäden“ von meinen Figuren besucht wird. Am Niederegger-Haus kann ich schlecht vorbeigehen, ohne auf einen Kaffee und ein Stück Marzipantorte einzukehren oder wenigstens ein bisschen zu stöbern. Besonders sehenswert finde ich auch das Holstentor, die Marienkirche und das Buddenbrookhaus. Die Parks und Umgebungen von Lübeck sind ebenfalls sehenswert. Genau wie meine Hauptfigur Marleen genieße ich es sehr, lange Spaziergänge an der Trave zu unternehmen.

Welche andere Städte und Orte kommen in Ihrem Buch Schicksalsfäden noch vor?

Der größte Teil des Romans spielt tatsächlich in Lübeck. Allerdings unternimmt meine Protagonistin im Laufe der Geschichte auch so manche Reise. So wird der Leser beispielsweise nach Amsterdam entführt, in die Stadt der Tulpen und Grachten. Marleen blickt später oft lächelnd auf diese Reise zurück, die sie als Jugendliche unternahm. Damals ahnte sie nicht, dass der Mensch, der später ihr Schicksal prägte, sich in unmittelbarer Nähe befand... Später unternimmt Marleen eine Reise nach Teneriffa, gemeinsam mit ihrer großen Liebe Magnus. Sie erkunden die Sandstrände, wandern zum Vulkan und kehren in einem landestypischen Kaffee ein, wo sie Churros genießen.

Über welche Stadt würden Sie gerne einmal schreiben?

Das ist eine schwierige Frage. Es gibt so viele beeindruckende Städte, über die es sich zu schreiben lohnen würde. Ende des Jahres habe ich eine Reise in die USA geplant, nach Florida. Ich denke, dass mich die vielen neuen Eindrücke bestimmt inspirieren werden. Amerika ist meinen Werken bisher kaum vorgekommen, möglicherweise ändert sich dies bald.

Kamen in Ihren anderen Bücher Städte vor?

Ja, auch in meinen anderen Büchern spielen Städte eine große Rolle. In meiner Seelen-Trilogie bewegt sich die Geschichte hauptsächlich zwischen Hamburg und Paris. Im dritten Band „Seelenfeuer“ reisen die Hauptfiguren Helene und Katja jedoch noch mehr, sie besuchen Moskau und Venedig. Oft lasse ich meine Romanfiguren an Orte reisen, die ich selbst gerne eines Tages besuchen würde. Die Haupthandlung spielt allerdings meist in Städten, die ich bereits kenne und aus erster Hand beschreiben kann.

In welcher Stadt finden Sie Inspiration?

In Hamburg, wo ich seit vielen Jahren lebe. Es hilft ungemein, die Örtlichkeiten genau zu kennen, wenn mehr als eine Romanszene in der betreffenden Stadt spielen soll. Hamburg ist ausgesprochen vielfältig, was die verschiedenen Viertel, Sehenswürdigkeiten und Kulturen betrifft. Hier gelingt es mir, eine Menge Inspiration zu schöpfen. Daher taucht Hamburg auch immer wieder in meinen Romanen auf.