Interview mit Autorin Annika Meyer über die Reise zum ersten Buch


Wir haben die Autorin Annika Meyer interviewen dürfen. Thema des Interviews war ihr erstes Buch Verschwundene Seelen und die Reise dorthin. Annika Meyer schreibt neben ihren Büchern auch Gedichte für einen Guten Zweck und gehört zum Künstlerteam von Dominic Böhm, welches sich zusammengetan hat, um diverse Projekte umzusetzen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben?

Wahrscheinlich war das ein Traum, den Kinder oder Jugendliche haben. Meine allererste Buchidee hatte ich mit einer Freundin. Wir schrieben vielleicht ein paar Tage zusammen daran, dann war die Lust meiner Freundin wieder verschwunden. Mich hingegen hat es irgendwie mitgenommen, begeistert, ich wollte mehr. Nachdem ich merkte, dass unsere „Buchidee“ eigentlich nur ein anderes Buch nacherzählte, brach ich es ebenso ab und fing ein neues an. Und tatsächlich war diese Idee dann die Idee für „Verschwundene Seelen“. Ich habe nie daran gedacht, es jemals zu veröffentlichen und es wussten auch nur sehr wenige Menschen davon, dass ich ein Buch schreibe. Ich habe es damals für mich geschrieben.

Wie macht man den Anfang, wenn man ein Buch schreiben will?

Ich denke, das ist bei jedem anders. Für mich ist es sehr wichtig, dass ich es nur für mich schreibe. Ich darf nicht an andere Leute denken, daran, was vielleicht gut ankommt, denn dann bekomme ich zu viele Zweifel und breche es ab, ohne wirklich damit angefangen zu haben. Es ist wichtig, dass man sich nicht zu sehr unter Druck setzt. Man sollte einfach darauf los schreiben und seiner Fantasie freien Lauf lassen. Der Feinschliff kann immer noch vollzogen werden, wenn man es fertig geschrieben hat.

Kommen in Ihrem Buch bestimmte reale Orte vor?

Ich habe mich bei kleinen Orten sicherlich aus der Realität inspirieren lassen. Zum Beispiel gibt es eine Lichtung in meinem Buch, auf der viele Szenen spielen. Diese wurde inspiriert von einer Lichtung aus einem Wald in meiner Nähe. Sie ist ziemlich versteckt und im Frühling wunderschön, wenn überall Anemonen wachsen. Tatsächlich ist dies jedoch wahrscheinlich der einzige Ort, der einen Bezug zur realen Welt hat.

Wie lange dauert die Reise vom ersten Buchstaben bis zum fertigen Buch?

Lange. Zumindest in meinem Fall. Im Nachhinein hat es sich sehr kurz angefühlt, doch tatsächlich waren es fast 2,5 Jahre. Kaum zu glauben, dass ich in diesen 2,5 Jahren so oft an meinem Buch saß und daran geschrieben habe. Am Anfang hätte ich nie damit gerechnet, dass ich tatsächlich einmal so viele Seiten schreiben würde. Doch je mehr Seiten es wurden, desto mehr packte mich damals der Ehrgeiz, der mir sagte, dass ich es zu Ende schreiben konnte. Dass ich es tatsächlich schaffen konnte dieser Geschichte einen Endpunkt zu setzen.

Mit welchem Buchgenres gehen Sie gerne auf Lesereise?

Tatsächlich mit sehr vielen. Ich bin ein totaler Roman-Fan. Hin und wieder schleichen sich auch alt bewährte Fantasy-Romane ein. Ich mag es Bücher, die mir total zugesagt haben, erneut zu lesen und immer mehr Details aufzunehmen und die Charaktere erneut zu erleben. Immer häufiger lese ich auch Thriller, in denen ich eine ganz neue Sichtweise auf Geschichten bekomme. In letzter Zeit taste ich mich immer häufiger an Sachbücher heran. Warum nicht lesen und gleichzeitig auch etwas lernen? Jedoch brauche ich für Sachbücher immer noch sehr viel mehr Konzentration und Aufmerksamkeit, als bei anderen Genres.

Darf man mit einem zweiten Buch von Ihnen rechnen?

Ich schreibe nach wie vor Bücher und habe mich seit meinem Erstlingswerk meiner Meinung nach sehr entwickelt. Schließlich liegt dieser Schreibprozess schon acht Jahre zurück. Ich habe einige neue Geschichten, Charaktere, die ich liebe und die ich auch mit meinen Lesern teilen will. Also ja, man kann sich schon auf das ein oder andere Buch freuen. Ich wäre gespannt, wie mein weiterentwickelter Schreibstil bei den Lesern ankommen wird und würde mich sehr freuen neue Leser in den Bann zu ziehen!