Interview mit Tänzerin Emilie Höllriegl von der Tanzschule Höllriegl


Emilie Höllriegl ist das neuste Mitglied in der Künstler Gruppe von Autor Dominic Böhm. Die Tänzerin aus Bayern führt gemeinsam mit ihrer Mutter eine eigene Tanzschule: Tanzschule Höllriegl. Dort kann man auch in Corona Zeiten unter entsprechenden Hygieneregeln Tanzstunden nehmen und so dem Alltag für einige Momente entfliehen.

Frau Höllriegl stand uns heute in einem Interview Rede und Antwort. Sie hat uns ein paar Fragen zum Tanzen beantwortet und welche Angebote in der Tanzschule Höllriegl zu finden sind.

Was ist Ihr Lieblingstanzstil?

Emilie: Das ist eine schwere Frage. Am liebsten tanze ich Hip-Hop, wenn auch nur im Videoclip-Stil. Andererseits bin ich auch ein großer Fan von den Tänzen Slowfoxtrott, Langsamer Walzer, Rumba und Jive. Demnach unterrichte ich am liebsten Erwachsene im Paartanzbereich. Aber es macht auch Spaß mit Jugendlichen an den neuesten Trends zu arbeiten. Man merkt also, es ist schwierig sich auf etwas festzulegen, wenn es immer auf den Spaßfaktor ankommt.

Was ist für Sie das Besondere am Tanzen?

Emilie: Eindeutig die Harmonie, die durch das Tanzen in einem Paar entsteht. Oder zumindest entstehen kann. Es ist immer wieder schön, den Werdegang unserer Pärchen zu betrachten. Wenn sie zum ersten Mal bei uns tanzen und noch ziemlich unstimmig – vor allem voran vom Alltag geprägt sind – und wie sie später in den höheren Kursen an nichts anderes mehr denken können, als an den Spaß und die Freude am Tanzen. Die einstigen Unstimmigkeiten, der Alltagsstress und sonstige Probleme sind dann nichts mehr wert. Sie brauchen nur Musik und ein bisschen Platz um glücklich zu sein. Wie Menschen sich bei uns positiv entwickeln, begeistert mich immer wieder aufs Neue.

Welche Tanzrichtung empfehlen Sie Anfängern?

Emilie: Eine Tanzrichtung speziell würde ich niemanden empfehlen. Wahre Tänzer probieren sich irgendwann überall aus. Wenn man anfangen möchte, sollte man sich nur nicht zu viel vornehmen. Kleine Ziele sorgen für mehr … Wir persönlich fangen mit fünf bzw. sechs verschiedenen Tänzen aus beiden Tanzrichtungen – sowohl Standard als auch Lateinamerikanisch – an. Wir beharren auf die Grundkenntnisse. Denn wer den Grundstock versteht, hat mit allem Weiteren keine oder zumindest kaum Probleme mehr.

Welche besonderen Angebote führt die Tanzschule Höllriegl?

Emilie: Wir bieten so gut wie alles, was das Herz begehrt, an. Im Bereich der Standardtänze lernt man bei uns den klassischen Wiener und Langsamen Walzer, den dramatischen Tango und den peppigen Quickstep mit seiner langsamen Version den Foxtrott und der eleganten Variante dem Slowfoxtrott. Die restlichen fünf Haupttänze, wie ChaChaCha, Rumba, Samba, Jive und der mittlerweile sehr wenig gelehrte Paso Doble dürfen bei uns auch nicht fehlen. All diese Tänze lernt man bei uns in unseren normalen Paartanzkursen. Je nach Nachfrage bieten wir für Paare auch Salsa, Boogie-Woogie und Disco-Tänze an. Letzteres ist ein Unterrichtsmix aus verschiedenen Tänzen, die man speziell als Paar in einer Disco oder bei Veranstaltungen gebrauchen kann.?Unter anderem kann man als einzelne Person bei uns Hip-Hop lernen. Für die Jugendlichen sind wir auch in den Tänzen Shuffle und Jumpstyle gut mit dabei. Wer aber nicht sonderlich das Interesse an dieser Tanzrichtung hat, kann sich noch mit Stepptanz und Latino Solo Style (Salsa alleine lernen) begnügen.

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Alle, die großes Interesse am Tanzen und etwas Talent aufweisen, werden von uns sogar eingeladen, in einer unserer verschiedenen Formationen/Showtanzgruppen mitzuwirken.

Welche Kurse geben Sie persönlich?

Emilie: Um es kurz zu fassen: Hip-Hop, Shuffle, Jumpstyle, Slowfox, unsere normalen Paarkurse, welche nicht als Special ausgeschrieben werden und momentan sogar Steppen.?Ich bin stolz darauf, Hip-Hop nun schon seit mehr als fünf Jahren unterrichten zu können. Shuffle und Jumpstyle hingegen sind noch ziemlich junge Projekte, welche ich im Fall von Shuffle vor knapp zwei Jahren ins Leben rufen durfte. Ebenso wie der Slowfox. Jahrelang haben wir ihn nicht in unser Programm aufgenommen, da dieser Tanz mehr für professionelle Tänzer geeignet ist. Aber nach langem überlegen und kreieren eines geeigneten Konzepts, haben wir es geschafft meinen Lieblingstanz in unsere Tanzschule zu integrieren. Ich bin mehr als nur glücklich, dass unsere Kunden diesen Tanz genauso lieben lernen, wie ich damals in meiner Ausbildung. Der Steppunterricht ist für mich ganz neu. Zwar bin ich seit einem Jahr ADTV-Fachtanzlehrer für Steppen Level 2, aber da wir meist nur einen Steppkurs pro Quartal anbieten übernimmt den immer meine Mutter – also meine Chefin. Diese Saison gibt es aber zwei verschieden Steppeinheiten und demnach darf ich nun mein Wissen endlich an ein paar neue Kunden anwenden. Zu guter Letzt darf ich alle restlichen Kursstufen unterrichten, die mit meiner Mutter abgesprochen sind. Meistens begleite ich meine Kunden, welche ich in der zweiten Kursstufe unterrichtete, bis hinauf in unsere höchste Kursstufe. Wir versuchen pro Kurs immer nur einen Tanzlehrer und einen bestimmten Vortänzer zu halten um nicht für allzu viel Verwirrung zu sorgen. Es ist irritierend, wenn man sich an einen Tanzlehrer nach zwei oder drei Stunden gewöhnt hat und plötzlich wird gewechselt.

Was ist Ihr größtes Ziel als Tänzerin?

Emilie: Das ist eine gute Frage… Mein erstes Ziel, ADTV-Tanzlehrerin zu werden, habe ich bereits geschafft. Ich warte sehnsüchtig auf den Moment die Tanzschule meiner Mutter mit gutem Gewissen übernehmen zu können. Aber in der Zwischenzeit möchte ich mich so weit es geht fortbilden. Ich habe so einige Tanzrichtungen im Blick, welche ich nicht nur ausprobieren, sondern in denen ich auch sicher meine Fachtanzlehrer Prüfung absolvieren möchte. Auch wenn ich immer im Hinterkopf einen Gedanken habe, irgendwann vielleicht auch einmal in der Turniertanzszene im Einzelpaartanz tätig zu sein.

Sie treten nun bald auch als Schauspielerin auf. Was erwarten Sie von diesem neuen Projekt?

Emilie Höllriegl: Ich hoffe auf ein großartiges Abenteuer. Mich hat es in meinen Träumen immer schon auf die Bühne gezogen. Demnach freue ich mich umso mehr Teil dieses Projekts zu sein. Ich hoffe sehr, den Erwartungen gerecht zu werden und an den Aufgaben zu wachsen. Auch wenn ich noch nicht sehr lange dabei bin, freue ich mich immer wie ein kleines Kind auf jede Probe und kann es kaum erwarten, bei einem Auftritt tatsächlich einmal dabei zu sein. Natürlich schränkt uns die momentane Situation etwas ein. Aber ich glaube fest daran, dass wir dieses Hindernis gut überwinden und sich irgendwann alles wieder zum Positiven ändert.