Inselparadies Japan

Bei dem Begriff „Insel“ denkt man an karibischen Sandstrand mit türkisblauem Meer, strahlend blauem Himmel inklusive stechend heißer Sonne und einer Hängematte, die zwischen zwei Palmen aufgehängt wurde. Doch nicht jede Insel ist ein tropisches, sommerliches Paradies. Viele Länder wie zum Beispiel Neuseeland, das unbekannte Madagaskar oder sogar Grönlands eiskalte Schneegegend gelten auch als Inselstaaten. Allen voran zählt sich auch das Land der aufgehenden Sonne mit beeindruckend vielen Inselgrüppchen. Mit rund 6.800 Inseln befindet sich Japan auf Platz neun der Rangliste der meisten Inseln im offenen Meer. Neben Kanada und Indonesien bietet Japan somit eine der längsten Küstenlängen mit knapp 30.000 km.

Japans Hauptinseln

Nicht jede Insel bietet genügend Platz zum Leben. Zwar ist Japan ein fast 380.000km² großes Gebiet, aber allein 66,8% dieser Fläche sind bedeckt von Bergwäldern. Daher ist es kein Wunder, dass nicht einmal ein Zehntel dieser unzählig vielen Inseln bewohnt sind. Die absolute Mehrheit der Bevölkerung befindet sich auf den vier bzw. fünf Hauptinseln. Honshu ist die größte aller Inseln und kann Städte wie Tokio, Kyoto, Osaka, Hiroshima und Fukushima als seine Heimat nennen. Demnach halten sich auch die meisten Touristen auf dieser Insel auf. Geprägt von der Geschichte, welche bis weit vor Christus Geburt reicht, zeichnen Wolkenkratzer, traditionelle Schreine als auch viele Bauern mit ihren Ländereien die Landschaft Honshus.

Als zweites Oberhaupt darf sich bereits das nordische Hokkaido rühmen. Trotz der immer mehr sinkenden Einwohnerzahl, gilt die Nordinsel zu den flächengrößten Präfekturen ganz Japans. Neben den großen naturgewaltigen Vulkanen ist dieser Teil Japans allen voran für seine eisig kalten Schneestürme bekannt. Daher besuchen viele Touristen auch die Skigebiete in den Wintermonaten. Weitere 508 Inseln gehören zur Region, wobei die aus 40 vulkanischen Inseln bestehende Kette der Kurilen nordöstlich von Japan nicht dazuzählen, auch wenn die japanische Regierung weiterhin die Rückgabe der Inselkette von Russland fordert.

Land der tausend Inseln

Neben den weiteren Hauptinseln wie Kyushu und Shikoku spielt auch die Präfektur Okinawa eine große Bedeutung. Die 113 Ryukyu-Inseln befinden sich im Pazifischen Ozeans zwischen Taiwan und dem südlichen Teil Japans. Okinawa Honto ist die größte dieser Inseln und weist ebenso wie die Restlichen eine unfassbar besondere Flora und Fauna auf. Einzigartige Kraniche, Vögel und Fischarten gibt es nur dort zu finden und entführen in eine asiatische Version der Galapagos-Insel-Welt. „Wildes Japan“ wird es daher oftmals genannt, unter anderem weil die Lebewesen und die Natur teilweise völlig unberührt bleiben und sich immer ohne fremde Beeinträchtigung weiterentwickeln können.