Tänzerin Emilie Höllriegel über ihren Traum in Japan zu arbeiten

Heute hatten wir die Gelegenheit, die Tänzerin Emilie Höllriegel zu interviewen. Frau Höllriegel leitet einen eigenen YouTube Channel, auf welchem sie unter anderem japanische Mangas vorstellt. Wir haben ihr heute einige Fragen zum Thema Japan gestellt.

Emilie Höllriegel gehört unter anderem zu dem deutschlandweiten Künstler-Team von Autor Dominic Böhm und steht im nächsten Jahr auch als Schauspielerin auf der Bühne.

Was verbindet Sie mit Japan?

Emilie: Unendlich viel Freude! Bevor ich selbst nach Tokio reisen durfte, war für mich Japan vor allem ein Ort an dem ich vielleicht Menschen kennen lernen könnte, welche ebenso Anime-Fans sind, wie ich es bin. Die Hoffnung, endlich Leute zu treffen, die einen verstehen und akzeptieren für das, was man mag und was man ist. Aber je mehr ich mich mit meiner Traumreise beschäftigte, desto mehr wurde ich auch von der Geschichte und der Landschaft angezogen. Oft genug vermisse ich die wunderschönen Tage, die ich dort mit meiner Mutter verbringen durfte. Es geht mir mittlerweile nicht nur darum, den Ursprungsort meines Hobbys in Natura zu sehen, sondern vor allem die Lebensweise der Japaner kennenzulernen und mich davon inspirieren zu lassen.

Welche Orte sind für Sie die Interessantesten in Japan?

Emilie: Leider, konnte ich mich bis jetzt nur von der Hauptstadt Tokio live begeistern lassen. Alle weiteren Orte auf meiner Liste möchte ich erst einmal besucht haben, bevor ich eine feste Meinung dazu geben möchte. Doch letztendlich bin ich wie jeder andere Tourist und möchte neben Tokio einmal die Hafenstadt Osaka und die ehemalige Hauptstadt Japans Kyoto besucht haben. Sehr viel Interesse habe ich an der Nordinsel Hokkaido und dessen Landschaft. Aber es zieht mich auch viel mehr in den Westen nach Hiroshima aufgrund seiner Geschichte und der Präfektur Okinawa um dort zwischen den Inseln hin und her zu reisen.

Wie oft und warum waren Sie schon in Japan?

Emilie: Bis jetzt war ich leider nur einmal in Japan, genauer gesagt in der Hauptstadt Tokio. Der Grund war lediglich nur, dass ich es mir bereits seit meinem 14. Lebensjahr vorgenommen habe, zu meinem 18. Geburtstag nach Japan zu fliegen. Zwar hat sich mein Wunsch aufgrund meiner beruflichen Laufbahn um ein Jahr nach hinten verschoben, dennoch habe ich meinen Traum schlussendlich 2018 verwirklichen dürfen. Diese eine Woche war mehr als nur traumhaft. Das Treiben, was man vorher nur aus Animes, Mangas oder Reportagen kannte, fand lebhaft vor meinen Augen statt. Die vielen Menschen, die riesigen Hochhäuser, das geniale U-Bahn-System und alles was ich vorher nur auf Papier sehen konnte, existiert wirklich… Und ich war mittendrin!

Würden Sie gerne mal für eine Zeit lang in Japan leben?

Emilie: Ja, das hatte ich eine gute Zeit lang vor. Nach meiner Ausbildung zur ADTV-Tanzlehrerin wollte ich zu unseren Freunden nach Tokio für mindestens ein Jahr und in deren Tanzschule arbeiten. Jedoch hätte ich in der kurzen Zeit niemals die finanziellen Mittel ansparen können um nur einen Monat in so einer teuren Stadt zu überleben. Zumindest bin ich zu dem Entschluss gekommen, nachdem die Ausbildung beendet war und ich mein Portemonnaie betrachtete… Natürlich würde es mich immer noch reizen einige Zeit länger dort zu verbringen und Teil dieser großartigen Welt zu werden. Dennoch habe ich viele private und geschäftliche Verpflichtungen in meiner Heimatstadt, welche aktuell eine höhere Priorität darstellen.

Wären Sie auch daran interessiert in Japan zu tanzen?

Emilie: Das auf jeden Fall! Ich würde vorrangig in Hip Hop Seminare gehen, um endlich mal wieder unabhängig von meinem Job und meiner Verantwortung als Tanzlehrer wieder Spaß am Tanzen zu haben. In anderen Städten ist es allgemein leichter nicht nur die Freude, sondern auch wieder Inspiration zu finden. Sobald sich mein Freudepegel einigermaßen wieder gezügelt hätte, würde ich mich natürlich auch im Gesellschaftstanz probieren. Es gibt allerdings nicht so viele Einrichtungen, die unsere westliche bzw. englisch-deutsche Art zu Tanzen unterrichten. Und da ich schließlich Meister meines Faches bin, würde mich viel lieber die traditionell japanische Art und Weise interessieren. Diese uralte Form des Tanzens hat etwas Meditatives an sich, was ich nicht nur liebend gerne beobachte, sondern auch einmal selber erlernen möchte.

Wenn Sie heute eine Reise nach Japan unternehmen könnten, wohin würden Sie reisen?

Emilie: Mein nächstes Ziel wäre die nördliche Hauptinsel Hokkaido. Ich würde mir in Sapporo ein Auto schnappen und einmal rund um die Insel fahren. So möchte ich dann den Bewohnern näherkommen und deren Lebensweise versuchen zu verstehen, wenn nicht sogar imitieren. In den verschiedenen Onsen (Thermalquellen) endlich baden zu können, hört sich in meinen Ohren einfach nur himmlisch an. Auf die wunderbare Landschaft bespickt mit vielen Vulkanen freue ich mich jetzt schon, denn diese Reise hätte ich sowieso für nächstes Jahr geplant gehabt. Den Umständen entsprechend werde ich leider mein Vorhaben vertagen müssen, aber ich habe die Hoffnung, dass dieser mehr als nur 7-Tage-Urlaub bald stattfinden kann!